Das Packen der Kartons klingt nach der einfachsten Aufgabe beim Umzug. In der Praxis sieht man bei fast jedem Umzug die gleichen Fehler: Kartons, die beim Tragen durchbrechen. Kisten, auf denen nur "Wohnzimmer" steht – ohne weiteren Hinweis auf den Inhalt. Zerbrechliches, das ohne Polsterung eingepackt wurde. Und Bücher in 50-Liter-Kartons, die kein Mensch mehr heben kann.

Diese zehn Tipps helfen, das zu vermeiden. Wenn Sie auch wissen möchten, wann Sie mit dem Packen beginnen sollten, lesen Sie unseren 8-Wochen-Umzugszeitplan.

Die 10 Tipps im Überblick

Tipp 1

Kleine Kartons für schwere Sachen

Bücher, Geschirr, Werkzeug – alles, was viel wiegt, gehört in kleine Kartons. Ein voller 20-Liter-Karton mit Büchern ist schwer genug. Ein voller 50-Liter-Karton mit Büchern kann niemand mehr heben – und wenn doch, bricht der Boden durch. Leichte Sachen wie Bettwäsche, Kissen und Kleidung kommen in die großen Kisten.

Tipp 2

Kartons vollständig befüllen

Ein halb voller Karton hat kein stabiles Gewicht und knickt ein, wenn Kartons gestapelt werden. Wenn Sie keine schwereren Sachen mehr haben: leere Stellen mit Kleidung, Handtüchern oder Zeitungspapier auffüllen. Der Karton sollte sich geschlossen anfühlen, ohne nachzugeben.

Tipp 3

Alles sofort beschriften – und zwar richtig

"Küche" reicht nicht. Schreiben Sie auf jeden Karton: Raum + Inhalt + Priorität. Zum Beispiel: "Küche | Töpfe & Pfannen | nicht dringend". Das hilft am Ziel enorm. Schreiben Sie immer auf mindestens zwei Seiten – so können Sie die Beschriftung auch im gestapelten Zustand lesen.

Tipp 4

Zerbrechliches gut polstern – nicht nur oben und unten

Gläser, Teller und Vasen müssen ringsum gepolstert sein – nicht nur oben drauf mit einer Zeitung. Wickeln Sie jedes Stück einzeln ein. Zwischen den Schichten Polster legen. Der Karton darf beim Schütteln kein Klackern von sich geben. Schreiben Sie "ZERBRECHLICH" gut sichtbar auf alle vier Seiten.

Tipp 5

Kleidung auf Bügeln in Kleiderkisten

Spezielle Kleiderkisten mit Aufhängestange schützen Anzüge, Kleider und empfindliche Kleidungsstücke vor Knitterfalten. Sie können bei uns ausgeliehen oder direkt bestellt werden. Normale Alltagskleidung kann zusammengefaltet in große Kartons.

Tipp 6

Elektronik in Originalverpackungen packen – wenn vorhanden

Die Originalverpackung ist ideal, weil sie passgenau designed wurde. Wenn Sie sie nicht mehr haben: Polstern Sie Elektronikartikel mit Kleidung, Blasenfolie oder Schaumstoff. Kabeln Sie vor dem Einpacken alles ab und stecken Sie Kabel beschriftet in Plastiktüten.

Tipp 7

Eine "Erste-Nacht-Box" separat packen

Alles, was Sie am ersten Abend und Morgen brauchen, kommt in eine einzelne Box oder Tasche: Bettwäsche, Pyjama, Toilettenartikel, Handtücher, Kaffee, Ladekabel, Werkzeug für Möbelmontage, Snacks, wichtige Dokumente. Diese Box kommt zuletzt auf den LKW – und als erstes rein.

Tipp 8

Farbcodes für Räume verwenden

Wenn Sie mehrere Räume haben, vergeben Sie jedem Raum eine Farbe und kleben farbige Aufkleber auf die Kartons. Im neuen Zuhause einen Grundriss ausdrucken und an die Tür hängen, welcher Raum welche Farbe hat. So kann das Umzugsteam jeden Karton direkt an die richtige Stelle bringen – ohne jeden Karton lesen zu müssen.

Tipp 9

Kartons immer von unten schließen und verkleben

Der Boden eines Umzugskartons ist der schwächste Punkt. Kleben Sie den Boden immer mit Packband in einem H-Muster: einmal quer, einmal längs, dann nochmals quer. Das gilt auch für den Deckel. Ein Karton, der sich bei vollem Gewicht von unten öffnet, kann zu einem echten Problem werden.

Tipp 10

Zeitig anfangen – nicht alles auf den letzten Tag schieben

Beginnen Sie mit Dingen, die Sie in den letzten Wochen vor dem Umzug nicht mehr brauchen: saisonale Kleidung, Bücher, Dekoration, Küchengeräte, die Sie selten nutzen. So verteilt sich der Aufwand über mehrere Wochen, und am letzten Tag müssen Sie nur noch das Nötigste einpacken.

Was nie in Umzugskartons gehört
  • Flüssigkeiten ohne absolut sicheren Verschluss – Auslaufen beschädigt alles in der Kiste
  • Gefährliche Substanzen: Farbe, Lösungsmittel, Feuerlöscher
  • Druckbehälter wie Gasflaschen oder Spraydosen
  • Lebensmittel, die nicht versiegelt oder nicht haltbar sind
  • Wertgegenstände und wichtige Dokumente – die transportieren Sie selbst

Wie viele Kartons brauche ich?

Eine grobe Orientierung nach Wohnungsgröße:

  • Studio / 1-Zimmer: 15 – 25 Kartons
  • 2-Zimmer-Wohnung: 30 – 45 Kartons
  • 3–4 Zimmer: 50 – 75 Kartons
  • Haus ab 120 m²: 80 – 120+ Kartons

Diese Zahlen sind Richtwerte. Wer wenig Bücher und viel Kleidung hat, braucht mehr große Kartons. Wer eine Bibliothek besitzt, mehr kleine. Kaufen Sie lieber zehn Kartons zu viel – ungeöffnete Kartons können in vielen Supermärkten oder Umzugsfirmen zurückgegeben werden.

Kartons kaufen oder leihen?

Neue Kartons bieten den besten Schutz und kosten wenig. Gebrauchte Kartons aus dem Supermarkt sind kostenlos, aber oft feucht, deformiert oder nicht stabil genug für Umzüge. Wir liefern Ihnen auf Wunsch saubere, geprüfte Umzugskartons direkt vor die Tür.

Lieber nicht selbst packen?

Unser Einpackservice übernimmt das professionell und schonend – oft schneller als Sie denken.

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Häufige Fragen zum Thema Kartons packen

Wie verpacke ich Gemälde und gerahmte Bilder?
+
Gemälde und Bilder sollten in spezielle Bildkartons oder in Kartons mit Einlage aus Schaumstoff oder Blasenfolie. Niemals mehrere Bilder unverpackt übereinander legen. Hochwertige Kunstwerke sollten Sie mit dem Umzugsteam besprechen – wir haben Erfahrung mit empfindlichen Transporten.
Kann ich Schubladen voll lassen beim Umzug?
+
Bei leichten Inhalten und stabilem Möbelstück – manchmal ja. Bei schweren Inhalten (Besteck, Werkzeug) sollten Schubladen geleert werden, damit das Möbel nicht zu schwer wird und die Schubladen beim Transport nicht rausfallen. Mit einem Klebestreifen oder Gummiband können Sie Schubladen sichern.
Was ist mit Zimmerpflanzen?
+
Pflanzen sind sensibel und werden von Umzugsfirmen oft nicht transportiert – je nach Vertrag. Kleinere Pflanzen können im eigenen Auto mitgenommen werden. Vor langen Transporten sollten Pflanzen nicht zu viel gegossen werden, damit kein Auslaufen entsteht. Stellen Sie sie aufrecht in einer Kiste mit Zeitungspapier zum Abstützen.